Wiedergeburtgesetz

Die Kirchenchristen unter ihnen werden sagen, daß es die Lehre der Reinkarnation (Lehre der Wiedergeburt) in der kirchlichen Lehre aber nicht gibt. Du hast Recht, die Reinkarnationslehre ist HEUTE nicht mehr in der Bibel enthalten und ich sage Dir auch warum!

Im Jahre 553 n. Chr. berief der römische Kaiser Justinian (beachte, daß es nicht die kirchlichen Hoheiten waren!) die zweite Synode von Konstantinopel ein, auf der ein Edikt erlassen wurde, das die Lehre von früheren Leben oder der Reinkarnation verwarf, obgleich Jesus dieser Lehre eine sehr hohe Bedeutung beimaß. Mit Rücksicht auf dieses Dekret verschwanden alle, mit Ausnahme der kaum noch erkennbaren Hinweise auf eine Präexistenz, aus der Bibel. Dadurch wurde den Frühchristen der wichtigste Pfeiler ihrer Religion genommen. Als Ausgleich dafür lehrt der Klerus, daß Du Deine Auferstehung erst am „jüngsten Tag im Fleische“ erleben würdest.

Ein schöner Tausch!

Ich möchte die bibeltreuen Christen unter ihnen bitten, sich die Mühe zu machen und die eben gemachte Aussage über das Konzil von Konstantinopel auf ihre Wahrheit hin EIGENHÄNDIG zu überprüfen. Und wenn Du schon dabei bist, mache Dir doch die Mühe und überprüfe doch auch gleich das Konzil von Nizäa 375 n. Chr. Ich hoffe, daß Du die Wahrheit vertragen könntest, denn was Du finden wirst, sind Beweise, daß das Neue Testament in seiner Entstehung und im Hinblick auf die Originallehre Jesu drastisch verändert worden ist.

Schauen wir uns daher das Thema der Reinkarnation einmal genauer an. Wir haben schon zu Beginn der Gesetzmäßigkeiten festgestellt, daß wir in der Materie leben, in der alles den Gesetzmäßigkeiten der Polarität unterliegt und daß durch den ständigen Wechsel zweier Pole Rhythmus und Schwingung, die Grundlagen alles Lebendigen entsteht. Auch die „Weisen von Kybalion“ wußten schon, daß nichts „in Ruhe“ ist, sondern daß alles im Bewegung, alles in Schwingung ist. Und die moderne Physik bestätigt, daß alles Schwingung ist. Dies verdeutlicht uns das Schwingen eines Pendels, wobei das Maß des Schwunges nach rechts das Maß des Schwunges nach Links zur Folge hat. Wir finden diesen Rhythmus überall im Leben, z. B. beim Ein- und Ausatmen oder beim Wach- und Schlafrhythmus.

So wie dem Einatmen hundertprozentig das Ausatmen folgt, folgt auch dem Schlaf das Erwachen. Wir kennen nun die die Gesetze, „wie oben so unten“, „wie innen so außen“, „wie man sät so erntet man“. Ebenso folgt dem Winter der Sommer und dem Sonnenuntergang der Sonnenaufgang. Und so wie es positiv und negativ (Elektrizität und Magnetismus) und Mann und Frau gibt, folgt dem Leben der Tod und dem Tod auch wieder das Leben. Du siehst, daß überall im Leben dieser Rhythmus vorhanden ist, nur im Glauben mancher Religionen und der Wissenschaftsgläubigen soll das Leben selbst nicht in derartige Gesetzmäßigkeiten einbezogen sein.

Siehst Du den Widerspruch?

Diesen rhythmischen Wandel der Seele durch Leben und Tod nennt man seit alten Zeiten Seelenwanderung oder Reinkarnation (=wiederholte Fleischwerdung). Plato wußte um sie genauso wie Goethe. Ich sage absichtlich „wußte“ und nicht „glaubte“ denn Reinkarnation ist keine Frage des Glaubens, sondern eine Frage philosophischer Erkenntnisfähigkeit. Es sei jedermann freigestellt, an etwas anderes als die Reinkarnation zu glauben, jedoch sollte er sich darüber im klaren sein, daß eine Hypothese „ohne“ Reinkarnation den Anstrich des Absurden trägt, da nur die Reinkarnation im Einklang mit allen Gesetzen dieses Universums steht.

Und es gibt erstaunlich viele Menschen, die sich an ihre Vorleben oder zumindest einen Teil davon erinnern. vielleicht bist Du selbst einer davon oder hattest schon einmal das Erlebnis, daß Du an einen Ort kamst, an dem Du in diesem Leben noch nie warst, diesen jedoch wiedererkannten, wußtest, daß um die Ecke dieser kleine Laden ist… Hattest Du so etwas oder ähnliches erlebt, dann hattest Du eine persönliche Erfahrung gehabt, daß heißt: Du „weißt“, was Dz erlebt hast und brauchst nicht mehr zu „glauben“. So wie wir also das Leben in der Materie in zwei Polaritäten aufteilen müssen, teilt sich das Leben selbst in das Diesseits und das Jenseits auf. Sterben wir im Diesseits, werden wir im Jenseits geboren und wir erleben das Jenseits als Realität. Stirbt man dagegen im Jenseits, wird man hier wieder geboren. Wer sich also von der Subjektivität der Erscheinungen ein wenig lösen kann, erkennt, daß Geburt und Tod, bzw. Diesseits und Jenseits letztlich zwei Seiten der gleichen Münze sind.

 Das gleiche geschieht mit dem Schlaf, dem „kleinen Bruder des Todes“, wobei der Seelenkörper aus dem physischen Körper austritt. Wir erleben im sogenannten Traum eine völlig andere Realität, die genauso Schmerzen, Traurigkeit, Angst, Freude usw. mit sich bringt. Und wiederum gibt es Menschen, die sich ganz bewußt an jede Einzelheit ihrer Träume erinnern können und andere, die behaupten, sie träumt gar nichts. Auch diesen fehlt einfach die Erinnerung, sie haben aber trotzdem geträumt, was man heute inzwischen technisch nachweisen kann. Und so, wie wir uns freuen, wenn wir aufwachen, freuen wir uns auch, wenn wir abends ins Bett gehen und endlich einschlafen können, da wir wissen, daß wir nach dem Schlaf wieder frisch und ausgeruht sein werden. Weder das Schlafen noch das Wachsein kann mit positiv oder negativ bezeichnet werden.

 Es ist wertfrei

Übertragen wir das wieder auf den Tod, bedeutet das, da’ wir vor dem Tod keine Angst zu haben brauchen, da das gleiche wie beim Schlafen passiert, nur sind die Zeitabstände größer und nicht ganz so übersichtlich. Somit wird der Tod zum Höhepunkt des Lebens, nach dem wir uns wieder erholen können, um uns danach wieder in das nächste „Abenteuer Körperleben“ zu stürzen. Falls Du selber bisher keine Rückerinnerung hast, frage doch einfach einmal jemanden, von dem Du weißt, daß er ein „Nah-Tod-Erlebnis“ hatte und laß Dir von dieser Person ihre jetzige Einstellung zum Tod erklären. Und Du wirst feststellen, daß über 90% dieser Menschen positive (angenehme)Erlebnisse hatten, die ihnen auch die Angst vor dem Tod genommen haben, da sie ja eine persönliche Erfahrung gemacht hatten und somit wissen.

Die seelische Entwicklung der menschlichen Seele ist ein Weg des Lernens.

Dieser Lernprozeß, dessen Ziel das Erfahren des Lebens in seiner Ganzheit ist, ist ein sehr langer Weg mit vielen Irrtümern und Korrekturen. Diese Inkarnationen (Wiedergeburten) sind vergleichbar mit den Klassen einer Schule. Das irdische Leben würde eine Schulklasse entsprechen, mit ihren Aufgaben, Problemen, Tests, Schwierigkeiten und Erfolgen. Einen solchen Zeitraum des Lernens folgt ein Zeitraum der Ferien, in dem manchmal versäumte oder mangelhafte Lernprozesse nachgeholt werden müssen. Danach kommen wir in eine neue Klasse. Je nachdem, wie wir in der letzten abgeschnitten haben, werden wir neu eingeteilt. Hatten wir nicht gelernt, müssen wir wiederholen, waren wir lernfähig, kommen wir in die nächsthöhere Stufe mit neuen und höheren Prüfungen. Der Unterschied zwischen Schule und Leben ist jedoch der, daß das Leben endlose Geduld mit uns hat und dem Menschen, bzw. den Seelen immer wieder neue Möglichkeiten bereitstellt, Nichtgelerntes noch zu begreifen.

Zurück zu den Folgen, die zur Beantwortung bereit standen. Jemand wurde als vergewaltigt oder ist vielleicht behindert geboren worden.

Wieso ist das geschehen?

Leben heißt lernen, unabhängig davon, ob dies der einzelne akzeptiert oder nicht. Das Leben sorgt nach den betrachteten Gesetzen mit unbestechlicher Gerechtigkeit dafür, daß jeder genau das lernt, was er am wenigsten akzeptieren will und wogegen er den größten Widerstand setzt. Betrachtet man das Leben ohne den Hintergrund der Reinkarnation, so könnte man an der Sinnhaftigkeit des Lebens wirklich zweifeln. Und es ist offenkundig, daß nicht allen Menschen die gleichen Startlöcher im Leben zugewiesen werden – und das ist ganz bestimmt nicht Grund der Gesellschaft.

Ob aus religiösem oder atheistischen Blickwinkel:
Es ist ziemlich schwierig, ohne den Reinkarnationsgedanken jemanden zu erklären, warum ausgerechnet er stumm oder gelähmt, verstümmelt oder debil das Licht „dieser besten aller Welten“ erblickte. Auch ein Hinweis auf die „unerforschlichen Ratschlüsse Gottes“ ist wenig geeignet, in solchen Fällen ein Gefühl der Sinnhaftigkeit zu vermitteln. Doch ohne Sinn wird das Leben für den Menschen unerträglich. Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist ein fundamentales Bedürfnis. Erst wenn der Mensch bereit ist, dieses Leben aus der Isolierung der Einmaligkeit zu lösen und als Glied einer langen Kette zu erkennen, wird er den Sinn und die Gerechtigkeit des „Schicksals“ zu begreifen lernen. Denn das Schicksal eines Lebens ist das Resultat des bisherigen Lernprozesses in seiner Gesamtheit.