Osmose

Da mir eine einfache neue Osmoseanlage zu teuer war und die nicht über die Ausstattung verfügen die ich haben wollte, kaufte ich mir für nur sieben Euro eine einfache Gebrauchte (das notwendige Spülventil war schon vorhanden) und modifizierte sie nach meinen Wünschen und tauschte einiges davon aus.

Da ich nicht weiß was der Vorbesitzer damit alles gefiltert hatte, tauschte ich die Membrane von 50 GPD gegen eine 125 GPD und die beiden Filter (Aktiv-Kohle/Sediment) erstmal aus und ergänzte sie durch einige Neuteile u.a.  da ich nur 2,6 Bar Wasserdruck hier habe (geprüft mit Wasserduckmanometer).

Auf eine Booster-Pumpe (zur Wasserdruckerhöhung) sowie all den Magnet-Ventilen und Netzteil verzichte ich erstmal aus Kostengründen, den Autoflush (Autospülung) zur Menbranspülung ließ ich auch erstmal weg, sowie den orig. Osmose-Wassertank,  da mir die Wartungsarbeit davon (alle sechs Monate) zu aufwendig ist und außerdem bin ich nicht scharf auf den Kautschukgeschmack der Membrane darin. Ich begnüge mich besser mit meinen 5 Ltr. Wasserkanister, die leichter zu reinigen sind und mehr als 5 Ltr. pro Tag verbrauche ich eh nicht und habe somit immer Frisch- und kein abgestandenes Osmose-Wasser.

Was mich jedoch an der Osmoseanlage ärgerte, war der unnötige hohe Abwasserverbrauch von 1:4 (einen Teil Brauch- und vier Teile Abwasser). Ich tauschte den Durchflussbegrenzer 300 gegen einen 550 aus und setzte zusätzlich einen regelbaren Durchflussbegrenzer ein und auch drei Rückschlagventile (Ein- und Ausgang, sowie zur Desinfizierung), nun habe ich 1:2, (einen Teil Brauch- und zwei Teile Abwasser). Danach desinfizierte ich die Osmoseanlage mit Wasserstoffperoxid 3% über einen extra Eingang den ich dafür schuf und nun ist alles Perfekt und der ppm-Wert ist nun auch auf 14 gefallen.

Nun sieht die Osmoseanlage so aus:

Angeschlossen habe ich die Anlage an den Wasserhahn mit Sperrventil und das Abwassser geht gleich in den Ausguss.

Auf einen Osmose-Wasserhahn habe ich ebenfalls verzichtet, da ich das Osmose-Wasser direkt in den Kanister leite, das dauert ca. 20 min.bis der Kanister voll ist.

Ein Kurzzeitwecker ist jedoch empfehlenswert wenn man nicht sein Bad fluten will, da die Osmoseanlage über kein Abschaltventil verfügt.

Alles dort ist Manuell zu bedienen auch die Membranspülung. Die beiden kleinen Filter (Aktiv-Kohle/Sediment) müssen zwischen 6…12 Monate getauscht werden (ca. 20 Euro), die Osmose-Membrane je nach Wasserqualität nur alle 3…5 Jahre (ca. 25…50 Euro). Wer mit Osmose-Wasser nicht zufrieden ist, muss sich einen Wasser-Destillierer kaufen, nur dieser ist um einiges teurer und verbraucht leider sehr viel Strom, ob sich das auf die Dauer rechnet sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Eine Osmose-Anlage kann man sich auch selbst bauen, jedoch sollte man über eine gute Quelle verfügen wo man Osmose-Fittinge und Zubehör für wenig Geld bekommt, denn im Netz wird all das völlig überteuert angeboten.

 

Ich habe noch eine zweite Osmoseanlage für nur 15 Euro erwischt die werde ich später für die Küche nehmen, diese wird dann jedoch mit Booster-Pumpe, Autoflush, Wasserlecksperre und autom. Absperrventil und Wasserhahn sowie einigen anderen Modifikationen versehen. Wenn sie fertig ist mache ich auch ein paar Bilder davon.Das nötige Kleinzeug was man dazu braucht alles habe ich auch für wenig Geld (jedoch NEU) ergattert.

 

Anmerkung:
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